LED-Streifen für Kassettendecken
Die Kassettendecke hat eine Eigenschaft, die keine andere hat: Man kann sie jederzeit öffnen. Streifen, Kabel und Netzteil dürfen deshalb über der Ebene liegen und bleiben trotzdem erreichbar – es genügt, eine Kassette anzuheben. Das macht die Planung von Lichtlinien im Rastersystem freier als in einer verspachtelten Decke. Passende Profile haben wir in der Kategorie LED-Profile für Kassettendecken zusammengestellt.
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Die Leistung der Streifen in dieser Kategorie liegt zwischen 8 und 24 W pro Meter, die Helligkeit vergleichen Sie aber in Lumen – den Wert nennen wir in jeder Produktdetailseite. Die Spannung beträgt 12 oder 24 V; bei Linien, die durch ein ganzes Büro laufen, ist 24 V die praktischere Wahl, weil sie längere Abschnitte zwischen den Einspeisungen erlaubt. Die Dichte reicht von 120 bis 640 LEDs pro Meter, die Lichtfarbe von 2000 bis 6500 K, und die meisten Streifen erreichen CRI 90 oder mehr. Ein großer Teil des Sortiments besteht aus CCT-Streifen mit stufenlos einstellbarer Lichtfarbe sowie COB-Streifen mit durchgehendem Lichtband – in einer schmalen Fuge zwischen zwei Kassetten sieht Letzteres wie eine Linie aus und nicht wie eine Punktreihe. In dieser Kategorie finden Sie ausschließlich weiße Streifen; farbige stehen in der Kategorie RGB-LED-Streifen.
Wo im Rastersystem sitzt die Lichtlinie?
In der Fuge des Rasters anstelle eines T-Profils, an der Stelle einer Kassette oder umlaufend am Raumrand. Drei Lösungen, drei verschiedene Wirkungen – und alle drei nutzen aus, dass das Raster einen festen Rhythmus von 600 × 600 mm hat, sodass sich das Licht in die vorhandene Ordnung einfügt, statt sie zu brechen.
Ein in die Rasterlinie eingelassenes Profil ergibt das sauberste Ergebnis: Die leuchtende Fuge läuft dort, wo ohnehin eine Teilung verläuft, die Decke sieht also nicht nachträglich verändert aus. Dieser Weg verlangt ein Profil in der Breite des Rasters und Abhänger an denselben Stellen wie für ein Tragprofil.
Der Tausch einer Kassette gegen eine leuchtende Platte oder gegen eine lichtdurchlässige mit Streifen darüber ergibt dagegen Grundlicht aus demselben Modul. Die umlaufende Variante – ein Profil am Übergang von Decke zu Wand, nach oben oder nach unten strahlend – bewährt sich dort, wo das Raster unberührt bleiben soll, etwa in einem bestehenden Büro.
Den Abstand der Linien leiten Sie aus dem Modul ab: eine Linie alle zwei oder drei Rasterfelder, also alle 1,2 oder 1,8 m, ergibt eine gleichmäßige Ausleuchtung ohne dunkle Streifen dazwischen. Einen unregelmäßigen Abstand sieht man in einer Rasterdecke sofort, weil das Auge eine Bezugslinie hat.
Woran wird das Profil befestigt – am Raster oder an der Decke?
An der Rohdecke, mit eigenen Abhängern. Das Rastersystem ist auf das Gewicht der Kassetten ausgelegt und nicht auf ein Aluminiumprofil samt Streifen und Kabel. Ein eigener Abhänger in denselben Achsen wie die Tragprofile löst das ein für alle Mal und ändert nichts an der Geometrie der Decke.
Lassen Sie dem Profil Raum für die Bewegung. Aluminium dehnt sich um 23,1 µm pro Meter und Kelvin, ein drei Meter langer Abschnitt wächst bei 25 K Temperaturänderung also um knapp 2 mm – lassen Sie zwischen den Abschnitten 1 bis 2 mm Luft und klemmen Sie das Profil nicht starr zwischen zwei Wände. Die Halter setzen Sie im Abstand von etwa 50 cm, die äußeren nicht weiter als 15 bis 20 cm vom Ende, weil die Enden bei größerer Auskragung mit der Zeit abstehen.
Lassen Sie im Deckenhohlraum Platz für die Luftführung und für den Zugang zu dem, was schon dort liegt: Kanäle, Kabeltrassen, Sprinkler. Ein längs einer vorhandenen Trasse geführtes Profil stört meist nicht; ein quer verlegtes kann den Zugang zu einer Revisionsstelle blockieren, die bisher niemand gebraucht hat.
Welche Leistung und Lichtfarbe über Arbeitsplätzen?
Rechnen Sie in Lumen und nicht in Watt: 500 bis 700 lm pro Quadratmeter Fläche als Ausgangspunkt für das Grundlicht. Für einen Raum von 40 m² sind das 20.000 bis 28.000 lm, und wenn das Linienraster zusammen 30 m lang ist, müssen daraus 700 bis 900 lm pro Meter kommen – also etwa 10 bis 15 W pro Meter.
Verluste gehören in die Rechnung. Eine milchige Abdeckung schluckt 20 bis 30 % des Lichtstroms, und wenn das Licht von der Decke zurückgeworfen wird, zählt zusätzlich deren Oberfläche: weiße matte Fläche 80 bis 85 %, Beige rund 65 %, eine dunkle nur 10 bis 15 %. Bei einer nach unten strahlenden Linie direkt aus dem Profil entfällt dieser Verlust – und deshalb ist die ins Raster eingelassene Linie im Büro wirksamer als die umlaufende Variante.
Die Lichtfarbe richtet sich nach der Nutzung. Über Arbeitsplätzen und in Besprechungsräumen bewähren sich 4000 K, in Empfang, Hotel und Gastronomie 3000 K. Halten Sie in einem Raum eine Lichtfarbe, denn den Unterschied zwischen 3000 K und 4000 K auf benachbarten Linien sieht man von der Tür aus. Dient der Raum beiden Zwecken, nehmen Sie einen CCT-Streifen und einen Zweikanal-Controller und schalten die ganze Fläche gemeinsam um; die Zuleitung braucht dann drei Adern.
Wie wird die Anlage versorgt und aufgeteilt?
Von einem Ende aus speisen Sie bei 24 V etwa 5 m Streifen, bei 12 V nur 2,5 bis 3 m, längere Linien speisen Sie von beiden Enden oder teilen sie in Abschnitte mit eigener Zuleitung. In einer Rasterdecke lässt sich das bequem planen, weil das Netzteil über einer beliebigen Kassette sitzen darf und trotzdem zugänglich bleibt.
Die Zuleitung darf bis 3 m 2 × 0,5 mm² haben, darüber nehmen Sie 0,75 bis 1,5 mm². Ein zu dünnes Kabel dimmt die ganze Linie gleichmäßig herunter, ein zu langer Streifenabschnitt nur dessen Ende – zwei verschiedene Ursachen mit zwei verschiedenen Lösungen. Bei großer Fläche sind mehrere kleinere Netzteile, über den Raum verteilt, zuverlässiger als ein großes in der Ecke: Die Kabelwege werden kürzer, und der Ausfall eines Geräts lässt nicht den ganzen Raum dunkel. Modelle für 12 und 24 V finden Sie in der Kategorie LED-Netzteile und Trafos – die Leistung mindestens ein Viertel größer als die Leistungsaufnahme der Linie.
Die Aufteilung in Stromkreise legen Sie mit dem Projekt fest: die Reihen am Fenster getrennt von denen im Rauminneren. Mit einem Dimmer auf der 12- beziehungsweise 24-V-Seite ergibt das die einfachste Regelung gegenüber dem Tageslicht, ganz ohne Investition in ein Steuersystem. Halten Sie außerdem im Plan fest, über welcher Kassette welches Netzteil sitzt – das spart später eine halbe Stunde Suchen.
Das Aluminiumprofil ist dabei auch Kühlkörper: Oberhalb von etwa 10 W pro Meter wird ein Streifen ohne Profil zu warm und verliert schneller an Lichtstrom. Kürzen, Verbinden und Anschließen beschreiben wir im Ratgeber Wie schließt man einen LED-Streifen an?, die Profilwahl im Ratgeber Wie wählt man ein LED-Profil oder eine Leiste richtig aus?. Wenn Sie das Set nicht selbst zusammenstellen möchten, konfektionieren wir es nach Maß – auf Modullänge abgelängt und mit angeschlossener Zuleitung.
Wer diese Empfehlungen schreibt
Den Text hat das technische Team von LUXIFER verfasst, das sich seit über zehn Jahren mit LED-Beleuchtung befasst und Leuchten aus Profilen und Streifen in der eigenen Werkstatt zusammenbaut. Sets für Rasterdecken konfektionieren wir nach Maß, Abschnittslängen, Kabelquerschnitte und Netzteilleistungen rechnen wir dabei selbst nach.
Dass wir das Profil an die Rohdecke hängen und nicht ans Raster, kommt aus dem, was wir auf Baustellen sehen: Ein mit Profilen belastetes Raster wellt sich mit der Zeit, und eine Welle im Feld 600 × 600 mm sieht man von jedem Platz im Raum aus. Ein eigener Abhänger kostet ein paar Euro und macht dieses Problem gegenstandslos.
Eine gut gemachte Rasterdecke erkennt man daran, dass die Lichtlinien genau im Rhythmus des Rasters laufen und sich das Netzteil ohne Leiter und ohne Elektriker tauschen lässt. Wir führen Streifen von Lux Miners, Profile und Abdeckungen von KLUŚ sowie Netzteile von Mean Well – Teile, die maßlich aufeinander abgestimmt sind. Fertige Arbeiten zeigen wir in den Referenzen. Sie wissen nicht, welchen Linienabstand Ihr Raum braucht oder wie viele Lumen über den Arbeitsplätzen nötig sind? Rufen Sie uns an unter 03583 5429000 oder schreiben Sie an info@luxifer.de – nennen Sie Fläche und Raumhöhe. Benachbarte Anwendungen beschreiben wir in den Kategorien LED-Streifen Decke und LED-Streifen für Trockenbau, die übrigen in der Hauptkategorie LED-Streifen.
Zuletzt aktualisiert am 3. September 2026 · KLUS PROFILE GmbH, HRB 40991, Zittau
Produktsortierung
Marken
Marke
Versorgungsspannung
Leistung des LED-Streifens
Schutzart IP
Lichtstrom (bei 4000K)
Farbtemperatur
Farbtemperatur von CCT Bänder von
Farbtemperatur von CCT-Bändern bis zu
Farbige LED-Streifen
Hoher CRI (Farbwiedergabeindex)
Anzahl LEDs/m
Breite des LED-Bands
LED-Typ
Originalverpackung
Spezifische Funktionen
Dimmbar
Verwendungsbereich
Ort der Anbringung des LED-Streifens
spezifische Anbringung des LED-Streifens
Art des LED-Streifens
Liste der Produkte
