LED-Panels
Ein LED-Panel ist eine Flächenleuchte: Es leuchtet nicht aus einem Punkt, sondern über die gesamte Vorderseite. Das klingt nach einem Detail, ist aber der entscheidende Unterschied — das Licht fällt weich, wirft keine harten Schatten und spiegelt sich nicht im Monitor. Deshalb finden Sie Panele im Büro, in der Praxis und im Klassenzimmer, und deshalb ziehen sie immer häufiger auch in Wohnungen ein, wo sie Einbaustrahler ersetzen. Wir beraten Sie gern, welche Abmessung und welche Montageart zu Ihrer Decke passt.
Extra warmweiß 1400–2500 K
Warmweiß 2600–3900 K
Neutralweiß 4000–5500 K
Kaltweiß 5600–6500 K
CCT umschaltbar
RGBWW farbig
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Bevor wir zu den Parametern kommen, eine Sache, die mehr entscheidet als der Preis. Sie heißt UGR und beschreibt, wie stark eine Leuchte blendet. Die meisten Angebote verschweigen sie, und das ist schade — denn ein Panel, das hell genug ist und trotzdem blendet, zeigt sich erst nach einigen Wochen Arbeit darunter. Wenn Sie sich von dieser Seite eine einzige Zahl merken, dann UGR ≤ 19 für alle Plätze, an denen am Bildschirm gearbeitet wird.
Welche Abmessung passt in welche Decke?
Das ist die Frage, die wir am häufigsten bekommen, und die Antwort überrascht viele: Die Abmessung ergibt sich nicht aus der Raumgröße, sondern aus der Deckenkonstruktion. Haben Sie eine Rasterdecke, ist die Sache entschieden — sie hat ein Raster von 600 × 600 mm und das Panel wird anstelle einer Platte eingelegt. Sein tatsächliches Maß beträgt deshalb 595 × 595 mm, damit es mit Spiel in den Traganker passt. In Gipskarton schneiden Sie die Öffnung exakt nach Herstellerangabe und es passen kleinere Formate. Und bei Beton ohne Hohlraum wird gar nicht eingebaut, sondern auf einem Rahmen aufgesetzt.
Ein Hinweis speziell für Deutschland: Neben dem Raster 600 × 600 mm ist hierzulande auch das Modul 625 × 625 mm weit verbreitet. In eine 625er-Decke passt ein Panel mit 595 × 595 mm nicht bündig — dort brauchen Sie 620 × 620 mm oder einen Einlegerahmen. Prüfen Sie deshalb vor der Bestellung das tatsächliche Rastermaß Ihrer Decke; das ist der häufigste Grund für Rücksendungen.
| Decke | Typisches Format | Montage |
| Rasterdecke 600 × 600 | 595 × 595 mm, 1200 × 300 mm | Einlegen ins Raster |
| Gipskarton mit Hohlraum | 120–300 mm Kante oder Ø | Einbau in die Öffnung |
| Feste Decke ohne Hohlraum | 120–600 mm | Aufbau auf Rahmen |
| Hohe oder schräge Decke | 595 × 595, 1200 × 300 mm | abgehängt an Seilen |
Messen Sie vor der Bestellung zwei Dinge. Erstens die Einbauöffnung nach Herstellerangabe, nicht das Außenmaß des Panels — bei Ø 170 mm werden rund 155 mm ausgeschnitten und der Unterschied lässt sich nicht schätzen. Zweitens die lichte Höhe des Hohlraums, denn ein Einbaupanel braucht Platz für das Gehäuse und für das Netzteil. Eine geschnittene Öffnung wird nicht wieder kleiner, eine Bestellung lässt sich dagegen ändern.
Wie viel Lux und welcher UGR gehören ins Büro?
Die Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten in Innenräumen regelt DIN EN 12464-1, ergänzt durch die Arbeitsstättenregel ASR A3.4. Für Schreiben, Lesen und Datenverarbeitung fordert die Norm eine Wartungsbeleuchtungsstärke von 500 lx, eine Gleichmäßigkeit von mindestens 0,60, eine Farbwiedergabe von wenigstens Ra 80 und eine Blendungsbegrenzung auf UGR ≤ 19. In Fluren und auf Verkehrswegen genügen rund 100 lx.
Die neue Ausgabe der Norm hat Anforderungen ergänzt, die ältere Planungen nicht kannten. Neben der waagerechten Ebene wird auch die Beleuchtungsstärke senkrechter Flächen bewertet — Wände mindestens 50 lx, Decke mindestens 30 lx, in anspruchsvolleren Räumen 75 und 50 lx. Hinzugekommen ist die zylindrische Beleuchtungsstärke, die beschreibt, wie gut das Gesicht einer stehenden Person ausgeleuchtet ist. Und es wird mit höheren Reflexionsgraden gerechnet: Decke 0,7 bis 0,9, Wände 0,5 bis 0,8, Boden 0,2 bis 0,4. Eine dunkle Wand kann die Planung also kippen, obwohl genug Panele vorhanden sind.
Ein praktischer Hinweis zum Nachweis: Maßgeblich ist die Beleuchtungsstärke am Arbeitsplatz, belegt durch Messung oder Berechnung. Der Katalogwert der Leuchte genügt nicht — bei einer Begehung durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit oder die Berufsgenossenschaft wird genau nach diesem Nachweis gefragt.
Backlit oder Edge-lit? Was SLIM-Panele unterscheidet
Der Unterschied ist einfach: Es geht darum, wo die Dioden sitzen. Bei Edge-lit, das als SLIM verkauft wird, sitzen sie am Rand und das Licht wird über eine Lichtleiterplatte verteilt. Das Panel baut flach, meist etwa einen Zentimeter, und ist die Rettung überall dort, wo über der Decke wenig Platz ist. Bei Backlit sind die Dioden über die gesamte Rückfläche verteilt; das Panel baut höher, hat aber eine gleichmäßigere Leuchtdichte und meist die bessere Lichtausbeute.
Wie wählen Sie? Für ein Büro, in dem acht Stunden am Tag unter dem Licht gesessen wird, empfehlen wir Backlit. Für einen flachen Hohlraum oder eine Sanierung, wo jeder Millimeter zählt, greifen Sie zu SLIM.
Einbau, Aufbau oder abgehängt?
Auch hier entscheidet die Decke, nicht der Geschmack. Ein Einbaupanel braucht Hohlraum und Öffnung, schließt danach aber bündig ab und zeigt nur die leuchtende Fläche. Ein Aufbaupanel wird auf einem Rahmen direkt an die Decke montiert und ist die einzige Möglichkeit bei Beton oder Balken ohne Hohlraum; zugleich ist es die sicherste Wahl bei einer Sanierung. Ein abgehängtes Panel an Seilen eignet sich für hohe Decken und überall dort, wo Licht auch nach oben abstrahlen soll.
Wie viele Panele gehören in einen Raum?
Die grobe Abschätzung schaffen Sie selbst. Multiplizieren Sie die geforderte Beleuchtungsstärke in Lux mit der Fläche in Quadratmetern und teilen Sie durch das Produkt aus Raumwirkungsgrad und Wartungsfaktor; in einem normalen Büro mit hellen Oberflächen liegt der Raumwirkungsgrad bei etwa 0,6 und der Wartungsfaktor bei rund 0,8. Für ein Büro von 5 × 4 Metern und 500 lx ergibt das rund zehntausend Lumen, also etwa drei bis vier Panele 600 × 600.
Die Anordnung folgt anschließend dem Deckenraster und den Arbeitsplätzen, nicht der Raummitte. Ein Panel gehört über die Arbeitsfläche, nicht über den Kopf des Sitzenden — sonst beschattet man sich selbst und das Licht spiegelt im Monitor.
Was bedeuten CCT und RGBWW?
Die meisten Panele haben eine feste Lichtfarbe und Sie wählen danach, wo sie leuchten sollen: extra warmweiß, warmweiß, neutralweiß oder kaltweiß. CCT-Panele können die Farbtemperatur umschalten, sodass dieselbe Leuchte morgens kühleres und abends wärmeres Licht liefert. RGBWW-Panele ergänzen das Weiß um eine Farbkomponente und werden per Fernbedienung oder App gesteuert; sie sind Leuchten für Szenen und Atmosphäre, nicht für den Arbeitsplatz.
Worauf bei Etikett und Datenblatt achten?
Seit 2021 gilt für Lichtquellen das neu skalierte Energielabel mit der Skala A bis G sowie die Registrierungspflicht in der Datenbank EPREL. Die Ökodesign-Verordnung (EU) 2019/2020 legt Mindestwerte fest, an denen man ein billiges Panel sofort erkennt: Farbwiedergabeindex mindestens Ra 80 für Innenräume, Flimmermaß PstLM ≤ 1,0 und stroboskopischer Effekt SVM ≤ 0,4, wobei der strengere SVM-Wert seit dem 1. September 2024 gilt.
Das Flimmern erwähnen wir eigens, weil es unterschätzt wird. Bewusst nehmen Sie es womöglich gar nicht wahr, trotzdem folgen Ermüdung und Kopfschmerzen — bei einer Leuchte, unter der den ganzen Tag gesessen wird, ist das kein Detail, sondern ein Kriterium. Achten Sie außerdem auf die Lichtausbeute, die bei guten Panelen bei etwa 100 lm/W beginnt, und auf die Schutzart: Ein übliches Panel hat IP20 oder IP40 und gehört damit weder ins Bad noch nach draußen.
In sechs Schritten zum passenden LED-Panel
- Deckenkonstruktion bestimmen: Rasterdecke, Gipskarton mit Hohlraum oder feste Decke. Daraus ergeben sich Montage und Abmessung.
- Bei Rasterdecken das tatsächliche Modul prüfen — 600 × 600 oder 625 × 625 mm.
- Geforderte Beleuchtungsstärke nach Sehaufgabe ermitteln und den Lichtstrom aus der Fläche berechnen, nicht aus der Stückzahl.
- An Bildschirmarbeitsplätzen UGR ≤ 19 und mindestens Ra 80 verlangen; bei Farbkontrolle Ra 90.
- Flimmerwerte und Lichtausbeute prüfen und auf Energielabel sowie EPREL-Eintrag achten.
- Einbauöffnung und lichte Hohlraumhöhe samt Platz für das Netzteil messen und klären, ob gedimmt werden soll.
Was diese Kategorie nicht umfasst
Wir liefern Leuchten, wir erstellen keine lichttechnischen Berechnungen und keine Planungen. Anordnung, Stückzahl und der Nachweis der Beleuchtungsstärke gehören in eine Planung durch einen Fachplaner — wir beraten gern, was ein Modell kann, ersetzen aber weder die Planung noch die Prüfung durch eine Elektrofachkraft. Panele für explosionsgefährdete Bereiche und Systeme mit Zentralbatterie führen wir nicht. Nach der Form wählen Sie zwischen quadratischen, rechteckigen und runden Panelen; für feuchte Bereiche eignen sich Feuchtraumleuchten, durchgehende Lichtlinien lösen LED-Profilleisten und Einbaustrahler finden Sie unter Einbauleuchten.

Häufige Fragen
Warum hat ein Panel 600 × 600 das Maß 595 × 595 mm?
Fünf Millimeter sind Montagespiel. Die Rasterdecke hat ein Raster von 600 × 600 mm und das Panel wird von oben in den Traganker eingelegt; ohne Spiel würde es nicht hineinpassen.
Passt ein Panel 595 × 595 mm in eine 625er-Rasterdecke?
Nicht bündig. In ein Modul von 625 × 625 mm gehört ein Panel mit 620 × 620 mm oder ein Einlegerahmen. Das tatsächliche Rastermaß sollte vor der Bestellung geprüft werden.
Wie groß wird die Öffnung für ein Einbaupanel geschnitten?
Die Einbauöffnung ist stets kleiner als das Außenmaß und wird vom Hersteller angegeben. Bei einem runden Panel Ø 170 mm werden rund 155 mm ausgeschnitten.
Wie viele LED-Panele braucht ein Büro mit 20 m²?
Für 500 lx nach DIN EN 12464-1 und ASR A3.4 werden rund zehntausend Lumen benötigt, also etwa drei bis vier Panele 600 × 600 mm mit je rund 40 W.
Was bedeutet UGR und welcher Wert ist gut?
UGR ist das einheitliche Blendungsbewertungsverfahren. Für Bildschirmarbeitsplätze fordert DIN EN 12464-1 den Wert UGR ≤ 19; je niedriger die Zahl, desto ruhiger das Licht.
Gehört ein LED-Panel ins Badezimmer?
Ein übliches Panel hat IP20 oder IP40 und eignet sich nur außerhalb des direkten Sprühbereichs. Über Badewanne und Dusche gehören Leuchten mit mindestens IP44.
Verantwortlich für den Inhalt: Team KLUS PROFILE GMBH, HRB 40991, Zittau — Spezialist für Leuchten, Lichtquellen und Komponenten.
Quellen: DIN EN 12464-1 (Licht und Beleuchtung – Beleuchtung von Arbeitsstätten, Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen), ASR A3.4 (Technische Regeln für Arbeitsstätten – Beleuchtung), DIN EN 60598-1 (Leuchten – Allgemeine Anforderungen und Prüfungen), Verordnung (EU) 2019/2020 (Ökodesign von Lichtquellen), Verordnung (EU) 2019/2015 (Energieverbrauchskennzeichnung), DIN EN 62471 (Photobiologische Sicherheit).
Aktualisiert: August 2026. Dieser Text ersetzt weder eine lichttechnische Berechnung noch eine Beleuchtungsplanung.
Wir beraten Sie bei der Auswahl: +49 3583 5429000 · info@luxifer.de
