Retro-Leuchten
Eine Retro-Leuchte erkennen Sie, bevor Sie sie einschalten: sichtbare Fassung, Textilkabel und ein Schirm, der nichts verbirgt. Bei uns gehören Wandleuchten mit offener Fassung dazu, Spinnenleuchten mit mehreren Kabeln aus einem Deckenbaldachin und Tischvarianten. Sie gehören dorthin, wo die Leuchte Teil der Einrichtung ist und nicht bloß Lichtquelle. Ausgewählt wird vor allem danach, wie sichtbar die Leuchte sein soll, und nach dem Leuchtmittel, denn das ist bei Retro Teil des Aussehens und keine verborgene Quelle. Mehr Formen finden Sie unter den Wandleuchten.
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Die meisten unserer Retro-Leuchten funktionieren wie das übrige Sortiment: Sie kaufen keine fertige Leuchte, sondern die Teile, aus denen eine entsteht. Fassung, Textilkabel, Baldachin und Schirm lassen sich kombinieren, zwei Leuchten aus derselben Reihe können deshalb völlig verschieden aussehen. Das hat zwei praktische Folgen. Erstens wählen Sie die Abhängelänge nach Ihrem Raum und nicht nach dem Inhalt der Verpackung, denn über dem Esstisch entscheidet gerade das darüber, ob Sie sich selbst blenden. Zweitens lässt sich jedes Teil später einzeln austauschen: Geht ein Schirm zu Bruch oder gefällt er nicht mehr, tauschen Sie nicht die ganze Leuchte. Am häufigsten greifen Kunden zu Schirmen aus Metall und Keramik; was Metall mit dem Licht macht, beschreiben wir bei den Metallleuchten. Bei einem Metallschirm mit Metallfassung wird auch der Schutzleiter angeschlossen. Fehlt er in Ihrer Deckendose, nehmen Sie eine Keramikfassung, die nicht geerdet werden muss. Der Anschluss an die feste Installation gehört in die Hand einer Elektrofachkraft.
Was ist der Unterschied zwischen Retro und Vintage?
Retro beschreibt das Aussehen, Vintage das Alter. Eine Retro-Leuchte kann heute Morgen gefertigt worden sein und bleibt trotzdem Retro. Vintage ist ein Stück, das tatsächlich aus der Vergangenheit stammt, in der Regel zwanzig bis hundert Jahre alt. Ab hundert Jahren spricht man zolltariflich von einer Antiquität.
Für die Montage ist der Unterschied entscheidend. Eine Retro-Leuchte hat eine heutige Fassung, aktuelle Verkabelung und eine CE-Kennzeichnung mit EU-Konformitätserklärung. Das gilt auch dann, wenn Sie sie aus einzelnen Teilen zusammenstellen, denn genau dafür sind die Teile ausgelegt. Bei einem wirklich alten Stück rechnet man dagegen mit dem Austausch der gesamten Elektrik. Das Aussehen bekommen Sie in beiden Fällen, die Sicherheit nur in einem. Dieselbe Sprache an der Decke sprechen die Retro-Kronleuchter.
Welches Leuchtmittel gehört in eine Retro-Leuchte?
In eine Retro-Leuchte gehört ein Leuchtmittel mit sichtbarem Faden und möglichst warmem Lichtton. Historisches Vorbild ist die Kohlefadenlampe, die Joseph Swan in England und Thomas Edison in den USA Ende der 1870er-Jahre unabhängig voneinander entwickelten und Anfang der 1880er-Jahre in Serie brachten.
Interessant ist, warum sie gerade so leuchtete. Der Kohlefaden ließ sich nur auf etwa 2000 Kelvin erhitzen, denn darüber verdampft Kohlenstoff im Vakuum zu schnell. Aus dieser einen Ursache folgt beides: die geringe Lichtausbeute und die warme, ins Gelbrote gehende Lichtfarbe. Und weil der Faden dabei vergleichsweise dunkel bleibt, kann man ihn direkt ansehen. Heutige LED-Filamentlampen ahmen dieses Aussehen ohne den damaligen Verbrauch nach. Für den ausgeprägten Edison-Ton wählen Sie 2000 bis 2200 Kelvin, über dem Esstisch und der Arbeitsplatte besser 2400 bis 2700 Kelvin. Der Faden bleibt sichtbar und es ist genug Licht da. Die Fassung ist meist E27, bei kleineren Formen E14, und das Leuchtmittel liegt nicht bei; Sie wählen es getrennt, gerade weil es bei Retro zu sehen ist.
Passt eine Retro-Leuchte in eine moderne Wohnung?
Eine Retro-Leuchte passt auch in eine heutige Wohnung und wirkt dort gerade im Kontrast zum übrigen Raum am besten. Eine auffällige Leuchte in einem sonst zurückhaltenden Raum hält die Aufmerksamkeit besser als ein durchgehend nostalgisch eingerichtetes Zimmer.
Bewährt haben sie sich über der Kücheninsel, über der Bartheke und neben dem Bett, dort allerdings mit einem Schirm, der den Faden nach unten abdeckt, sonst sehen Sie im Liegen direkt hinein. Retro-Schirme sind meist offen und lassen das Leuchtmittel von unten sichtbar. Über dem Esstisch hängen Sie deshalb tiefer; die genauen Maße stehen weiter unten. Oder Sie greifen zu einer geschlossenen Form unter den Pendelleuchten, bei der Ihnen kein Faden in die Augen leuchtet.
Kann ich die Kabelfarbe selbst wählen?
Die Kabelfarbe wählen Sie selbst, und bei einer Retro-Leuchte prägt sie das Aussehen fast so stark wie die Leuchte selbst. Das Textilkabel ist auf ganzer Länge sichtbar, seine Farbe verändert das Erscheinungsbild der Leuchte also stärker als der Schirm. Fassungen, Kabel und Baldachine finden Sie unter den Komponenten zur Herstellung von Leuchten.
Dazu wählen Sie das Leuchtmittel: Bei offenen Formen ist es ganz zu sehen und gehört deshalb genauso zur Auswahl wie das Kabel. Wenn Sie sich damit nicht aufhalten wollen, schreiben Sie uns die Raumhöhe und was die Leuchte beleuchten soll; Länge, Kabelfarbe und Fassungstyp klären wir dann gemeinsam.
Wie hoch hängt eine Retro-Leuchte über dem Tisch?
Die Unterkante des Schirms gehört 70 bis 80 Zentimeter über die Esstischplatte; über einer Kücheninsel, an der man steht, 80 bis 90 Zentimeter. Ein offener Schirm gibt das Leuchtmittel nach unten frei, eine höher gehängte Leuchte rückt es den Sitzenden ins Blickfeld.
Bestellt wird allerdings die Kabellänge, nicht die Höhe der Unterkante. Ziehen Sie von der Raumhöhe die Tischhöhe und diese 75 Zentimeter Abstand ab: bei 260 cm Raumhöhe ergibt das rund 110 cm Abhängung. Eine Bartheke ist etwa 105 cm hoch, dort wird das Kabel dreißig Zentimeter kürzer. Zu jedem Schirm führen wir dabei das passende Kabel, die passende Fassung und den passenden Baldachin, die Teile passen also zueinander und Sie müssen nicht nachschlagen, welches zu welchem gehört.
Verantwortlich für den Inhalt: Team Klus Profile GmbH, HRB 40991, Zittau — Teil der Luxifer-Gruppe, die sich seit 2014 mit Beleuchtung befasst.
Aktualisiert: 16. September 2026.
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